SBTi und Offsets: Neuer Weg zur Erreichung von Scope-3-Zielen

Die Science Based Targets Initiative (SBTi) plant, Emissionszertifikate aus Klimaschutzprojekten zur Reduzierung von Scope-3-Emissionen zukünftig anzuerkennen.

Die Science Based Targets Initiative ist eine gemeinsame Initiative von CDP, UNGC, WRI und WWF. SBTi unterstützt die Ziele des Pariser Abkommens, indem sie Klimaschutzmaßnahmen im privaten Sektor vorantreibt und dazu entsprechende Standards entwickelt. Sie ermöglicht es Organisationen, sich zu wissenschaftsbasierten Emissionsreduktionszielen (Science based targets) zu verpflichten. Dazu müssen Reduktionspläne entwickelt werden, die einen 1,5 °C-konformen Reduktionspfad ermöglichen.

Die SBTi konzentriert sich auf die Menge an Emissionen, die reduziert werden muss, um die Ziele des Pariser Abkommens – die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C – zu erreichen. Bisher waren Kompensationszertifikate nicht im Anwendungsbereich der SBTi-Standards enthalten. Ein Anwenden dieser war nicht gefordert und möglich.

Mit welchen Änderungen ist wann zu rechnen?

Die Science Based Targets Initiative (SBTi) plant, bis Juli 2024 ihren Corporate Net-Zero Standard anzupassen und für Reduktionen in Scope 3 das Anwenden von Kompensationszertifikaten zuzulassen. Neben klaren Anforderungen an Zertifikate wird es auch spezielle Kriterien geben, ab wann Kompensation innerhalb der SBTi-Standards zulässig ist.

Auf ihrer News-Seite schreibt SBTi, dass „SBTi [..] sich bewusst [ist], dass es eine anhaltende Debatte zu diesem Thema gibt, erkennt aber auch an, dass die Verwendung von Umweltzertifikaten zur Reduzierung von Scope-3-Emissionen ein zusätzliches Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels sein könnte, wenn sie ordnungsgemäß durch Strategien, Standards und Verfahren auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse unterstützt wird.“

Dazu sollen keine neuen Anforderungen oder Zertifizierungssysteme für Kompensationsprojekte entwickelt werden. Im engen Austausch mit bestehenden Registern, Projektierern und Institutionen sollen dazu Kooperationen geschlossen und auf diese zur Verifizierung von Projekten verwiesen werden, um qualitativ hohe Kompensationszertifikate im Rahmen der Anwendung des Net-Zero Standards abzusichern.

Ansprechperson

Haben Sie Fragen oder Hinweise zum Thema Kompensation von Treibhausgasen? Wenden Sie sich gerne an Johanna Sitter.

Zurück