Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) nach EEG 2017

Für stromintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, gelten Sonderregelungen für die Beteiligung an den Förderkosten für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die sogenannte Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) begrenzt für diese Unternehmen die zu zahlende EEG-Umlage. So soll die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Industriestandortes Deutschland gesichert werden.

Im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) 2017 werden die Anforderungen zur BesAR geregelt. Um einen Antrag zur Begrenzung der EEG-Umlage beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zum 30.06. stellen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Einen Überblick dazu bietet unser Produktdatenblatt zur BesAR.

Für die Nachweise der einzelnen Voraussetzungen kommen unterschiedliche Akteure ins Spiel. Den Nachweis über die Anforderungen an die Energieeffizienz stellen Zertifizierungsgesellschaften aus. Hier gelten folgende Regeln:

  • Unternehmen mit einem Stromverbrauch ab 5 GWh im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr müssen eine Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach EMAS nachweisen.
  • Unternehmen mit einem Stromverbrauch zwischen 1 und 5 GWh im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr müssen eine Testierung ihres Energieeffizienzsystem nach dem Alternativen System Anlage 2 der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) im Regelverfahren nachweisen oder einen Energieauditbericht nach EN 16247-1 vorlegen.
    Unternehmen, die sich dazu entscheiden, über diese Mindestanforderungen hinauszugehen und das höherwertige System nach ISO 50001einzuführen, werden bezuschusst, u.a. zu den Kosten für Beratung und Zertifizierung.

Die GUTcert als akkreditierte Zertifizierungsstelle stellt die o.g. Nachweise zur Anforderungen an die Energieeffizienz aus. Gerne unterbreiten wir Ihnen hierfür ein individuelles Angebot.