FAQ's zum Energiemanagement

Was ist der "Spitzenausgleich"?

Der sog. Spitzenausgleich („Entlastung in Sonderfällen“ nach § 55 EnergieStG und § 10 StromStG) für Unternehmen des produzierenden Gewerbes im Rahmen der Energie- und Stromsteuer wird nur noch gewährt, wenn die Betriebe einen Beitrag zum effizienten Umgang mit Energie leisten. Dieser Beitrag ist u.a. an ein EnMS nach ISO 50001 geknüpft. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist als Nachweis das Durchführen von Energieaudits nach DIN EN 16247-1 angedacht.

Aktuelle Informationen zum Spitzenausgleich finden Sie immer in unseren News und Newslettern.

Die Energieagentur NRW bietet Handlungsempfehlungen und ein Excel-Dokument zur Berechnung der Steuerentlastung bei der Strom- und Energiesteuer.

Die IHK Detmold bietet zur Berechnung von Steuererleichterungen durch den Spitzenausgleich ein einfaches Excel-Tool an.

Den Antrag zur Steuerentlastung von der Strom und/oder Energiesteuer in Sonderfällen finden Sie beim Zoll.

Besondere Ausgleichsregelung nach EEG

Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) regelt das bevorzugte Einspeisen von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert den Erzeugern feste Einspeisevergütungen. Die entstehenden Mehrkosten werden von den Energieversorgungsunternehmen als EEG-Umlage auf den Letztverbraucher umgelegt. Zum Ausgleich von Wettbewerbsnachteilen bei stromintensiven produzierenden Unternehmen und Schienenbahnunternehmen kann die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR, sog. Härtefallregelung) nach EEG in Anspruch genommen werden. Danach können sich diese Unternehmen unter bestimmten Bedingungen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) von der EEG-Umlage befreien lassen.

Weitere Informationen finden sie unter:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/besondere_ausgleichsregelung_eeg/index.html

Was ist die DIN EN ISO 50001 / DIN EN 16001

Mit der international geltenden Norm ISO 50001 (bzw. der Vorgängernorm EN16001, die bis zum 24. April 2012 galt) werden die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem beschrieben, das ein Unternehmen in die Lage versetzt, seine energetische Leistung durch systematisches Vorgehen kontinuierlich zu verbessern und zugleich die gesetzlichen Anforderungen an die Organisation zu berücksichtigen. Die wesentlichen Energieeiflussfaktoren des Unternehmens werden aufgezeigt, Einsparmaßnahmen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet und bewertet und dann Schritt für Schritt umgesetzt, um die Energieeffizienz des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. Wie Sie ein EnMS nach ISO 50001 in Ihrem Unternehmen einführen, können Sie in unserem „Leitfaden zum effizienten Energiemanagementsystem nach ISO 50001 “ nachlesen.

Unser Vorgehen bei einer ISO 50001 Zertifizierung

Grundsätzlich erfolgt  die Zertifizierung nach ISO 50001 nach dem gleichen Prinzip der bekannten Managementsysteme Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001), etc. Das Vorgehen bei der ISO 50001 Zertifizierung und wichtige Hinweise, was Sie für eine erfolgreiche Zertifizierung unbedingt beachten sollten, finden sie hier.

Besonderheiten der ISO 50001 Zertifizierung

Matrixverfahren:

Verfügt eine Organisation über mehrere Standorte, in denen ähnliche Tätigkeiten durchgeführt werden, kann das Matrixverfahren angewandt werden. Gegenüber der gesonderten Zertifizierung der einzelnen Standorte ergeben sich dadurch oft erhebliche Kostenvorteile. Voraussetzung dafür ist eine definierte Zentrale der Organisation, die für das Festlegen und Überwachen des Managementsystems zuständig ist. Die einzelnen Standorte können gesellschaftsrechtlich selbständig oder abhängig sein, müssen aber dem gemeinsamen Managementsystem unterliegen. Detaillierte Informationen zur Durchführung einer Matrixzertifizierung finden Sie hier.

Energieaudit nach EN 16247

Bei einem Energieaudit nach EN 16247 werden die Energieeinsätze und Energieverbräuche ermittelt und gegenübergestellt. So können Energiefresser identifiziert und erste Energieeinsparmaßnahmen abgeleitet werden. In einem weiteren Schritt werden die verschiedenen Einsparmaßnahmen durch Investitions-/Wirtschaftlichkeitsberechnung monetär bewertet, sodass das Unternehmen sieht welche Maßnahmen zuerst umgesetzt werden sollten. Am Ende steht dem Unternehmen ein Energieauditbericht zur Verfügung.