Herkunftsnachweise für Strom aus Erneuerbaren Energien (HkNR)

Die Nachfrage nach Ökostrom bzw. grünem Strom wächst stetig. Damit Endverbraucher darauf vertrauen können, dass der erworbene Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde, gibt es auf dem Strommarkt europaweit Regeln für die Kennzeichnung von EE-Strom.

Sog. Herkunftsnachweise (HkN) sorgen hierbei für die nötige Transparenz und Verlässlichkeit. Zur Umsetzung hat jeder Mitgliedsstaat ein Herkunftsnachweisregister (HkNR). In Deutschland wird das HkNR vom Umweltbundesamt (UBA) betrieben.

Was sind Herkunftsnachweise für EE-Strom?

Seit 2013 dürfen Energieversorger Ökostrom nur als Strom aus erneuerbaren Energien kennzeichnen und auf der Stromrechnung ausweisen, wenn die entsprechende Menge an Herkunftsnachweisen auch im HkNR „entwertet“ werden:

Dem Erzeuger wird für eine produzierte und in das europäische Stromnetz eingespeiste MWh Ökostrom im jeweiligen Produktionsstaat genau ein digitaler Herkunftsnachweis gutgeschrieben. Verkauft der Erzeuger den Strom nun an einen Energieversorger, kann dieser die Menge entsprechend aufgeteilt als Ökostrom an Endkunden weiterverkaufen. Und für jede verkaufte MWh wird dann im HKNR ein Nachweis für den Energieversorger unwiederbringlich entwertet.

Ablaufschema zu Herkunftsnachweisen
Quelle: Umweltbundesamt

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Stromkennzeichnung bilden § 42 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und § 78 EEG 2021, für die Herkunftsnach­weisführung und das Register die Herkunfts- und Regionalnachweisdurch­führungsverordnung (HkRNDV). Anschaulich erklärt wird dieser Prozess im Video des Umweltbundesamtes.

Für wen sind Herkunftsnachweise für EE-Strom relevant?

Die Ausweisung der Herkunftseigenschaften ist besonders interessant für Mischfeuerungsanlagen die Grünstrom vermarkten möchten. Hierzu zählen z.B. Müllheizkraftwerke. HkN zu beantragen ist auch möglich für Erzeugeranlagen, die keine Vergütung nach dem EEG aber biogen bzw. erneuerbar Strom erzeugen und in das Netz einspeisen. Dazu zählen z.B. Windkraftanlagen, Solaranlagen und Pumpspeicherkraftwerke. Es ist notwendig die Anlage nach § 10 und 11 der HkRNDV im HkNR zu registrieren und durch ein Gutachten zu bestätigen. Bei der Bestätigung Ihrer Anlagenregistrierung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Welche Vorteile bieten Herkunftsnachweise für EE-Strom?

Erzeuger haben die Möglichkeit, für den aus erneuerbaren Energieträgern erzeugten und eingespeisten Strom HkN zu erhalten und diese durch freiwillige Teilnahme im HkNR unabhängig von der Stromherkunft an Energieversorgungsunternehmen zu veräußern.

Neben einem finanziellen Zusatzgewinn bietet sich hier aufgrund der grünen Stromerzeugung ein Imagegewinn, der für die Unternehmenskommunikation nicht zu unterschätzen ist.

Seit Inbetriebnahme des HkNR ist die GUTcert mit mehreren Umweltgutachtern im Register vertreten. Hierdurch können wir den Wissenstransfer durch kompetente Unterstützung in allen Fragen zum Thema HkN für Sie gewährleisten.

Entscheiden Sie sich für eine Zusammenarbeit mit der GUTcert, findet eine jährliche Begehung der Anlage statt. Die Anlage wird auf Anforderungen zur Nachweisführung im HkNR abgestimmt und die Resultate werden in einem Gutachten festgehalten.

Nachdem die Nachweisunterlagen der eingespeisten, biogenen Strommengen umweltgutachterlich geprüft wurden, werden diese Einspeisemengen im Register bestätigt und sind ab diesem Zeitpunkt für 18 Monate handelbar.

Zertifizierungsverfahren zu Herkunftsnachweisen

Den Aufwand für eine Zertifizierung kalkulieren wir individuell, abhängig von der Komplexität des Produkts, dem Datenbeschaffungsaufwand und dem Produktportfolio. Sprechen Sie uns hierzu

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zum Thema. Rufen Sie uns einfach an oder senden uns eine E-Mail. Für ein unverbindliches Angebot oder weitere Fragen zu Kosten und Aufwand stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.