Überprüfen der Wirksamkeit von Energieeinsparungen

Strompotenzial-Audit: die Wirksamkeit von projektbezogenen Energieeinsparungen systematisch messbar machen

Vor dem Umsetzen einer Maßnahme wird deren energetische Ausgangsbasis definiert – die sogenannte „Baseline“. Im weiteren Verlauf wird die Berechnungssystematik des Einsparpotentials der Maßnahme überprüft. Dabei werden Soll- und Ist-Zustand verglichen und die geplante Vorgehensweise zum Auswerten der Messdaten untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse können z.B. für die Antragstellung beim BAFA im Rahmen des „STEP up“ Förderprogramms genutzt werden oder zum Vorbereiten auf die Anforderungen der ISO 50003, die einen validen Nachweis zur Verbesserung der Energieeffizienz fordert.

Aufbau und Ablauf des Audits sind in folgende Themenbereiche gegliedert:

  1. Systembeschreibung
  2. Darstellen des Status-Quo (Ist-Zustand)
  3. Soll-Zustand und Arbeitsplanung
  4. Auswertung nach Umsetzung
  5. Nachweisführung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 1. Juni die Richtlinie und Förderbekanntmachung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Interessierte Unternehmen können sich mit ihren Effizienzmaßnahmen im Bereich Strom im Ausschreibungsverfahren auf die Fördergelder bewerben. Der Nachweis über die Stromeinsparung bei Projekten > 250.000€ muss durch eine unabhängige Stelle wie z.B. die GUTcert verifiziert sein, um die Förderung zu beantragen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.stepup-energieeffizienz.de/

Mit Veröffentlichung der ISO 50003 erlangt das Baseline-Audit große Bedeutung: Spätestens im Oktober 2017 müssen alle zugelassenen Stellen nach der ISO 50003 akkreditiert sein. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Unternehmen in Erst- oder Rezertifizierungsverfahren einen validen Nachweis über die Verbesserung der energiebezogenen Leistung erbringen. Das Baseline-Audit ist daher eine hervorragende Absicherung, damit das Zertifizierungsaudit auch wirklich erfolgreich verläuft.