HACCP Zertifizierung

Das Hazard Analysis and Critical Control Points Konzept

HACCP analysiert die signifikanten Gefahren in der Lebensmittelsicherheit in Bezug auf Verbrauchergesundheit.

Diese Gefahren drohen besonders an bestimmten kritischen Kontrollpunkten (CCP): An diesen Punkten ist es möglich und ratsam, den Prozess zu lenken, um Gesundheitsgefährdungen zu minimieren oder beseitigen.

Im Buisness-to-Buisness Bereich sind Lebensmittelsicherheitssysteme wegen der Anforderungen der Kunden meist schon Standard. Einigen kleineren Unternehmen erscheint jedoch der Aufwand für ein Implementieren der ISO 22000 oder der FSSC 22000 zu aufwändig. Aber auch, wenn es die Kunden nicht ausdrücklich verlangen und die Firmengröße überschaubar ist, sollten Unternehmen mindestens über die Zertifizierung eines HACCP-Konzepts nachdenken, um ihre Arbeitsweise unabhängig überprüfen zu lassen und langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern.

Ein HACCP-Konzept kann komplett separat geprüft werden, ist aber auch unkompliziert in ein bereits bestehendes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 integrierbar. Das minimiert auch den Auditaufwand bei kombinierter Prüfung.

Die Grundlage des HACCP-Konzepts ist der Lebensmittelkodex Codex Alimentarius.
Er beruht auf sieben Grundsätzen:

  1. Systematisches Ermitteln und Analysieren möglicher Gefahren
  2. Feststellen kritischer Lenkungspunkte (critical control Points - CCPs)
  3. Bestimmen von Grenzwerten
  4. Einrichten von Überwachungsmaßnahmen
  5. Festlegen von Korrekturmaßnahmen
  6. Überprüfen und Kontrollieren der Maßnahmen (= Verifizierungsmaßnahmen)
  7. Dokumentation durchgeführter Maßnahmen