BAFA veröffentlicht geändertes Untermerkblatt II A 1

Auch wenn das BAFA direkt in seinem ersten Satz des neuen Merkblattes II A 1 verspricht, dass an die Version vom 06.05.2011 angeknüpft wurde und gegenüber dieser keine Ver-schlechterungen hinsichtlich der dort genannten Regelungen und Fristen enthalten sind, ist für vorweihnachtliche Überraschungen gesorgt worden.
So gibt es drei wesentliche Änderungen, die beachtet werden sollten. Zum einen werden die Fristen für die Ausstellung der entsprechenden Zertifizierungsbescheinigungen für den Nachweis nach § 41 Abs.1 Nr. 2 i.V.m. Abs.2 Satz 3 eindeutig beschrieben. Das heißt das für die Antragstellung im Jahr 2012 Zertifikate nach EMAS und ISO 50001 (Ausstelldatum spätestens 30.06.2012), EN 16001 (Ausstelldatum spätestens 24.04.2012) sowie nach der sogenannten BAFA-Methode und ISO 14001 mit Zusatzerklärung (Ausstelldatum spätestens 31.12.2011) anerkannt werden. Diese Zertifikatsnachweise dürfen nicht älter als der Beginn des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres sein.
Des Weiteren müssen Unternehmen, die zwar weniger als 10 GWh pro Abnahmestelle ver-braucht haben, jedoch als Unternehmen mit mehreren Abnahmestellen insgesamt die 10 GWh-Grenze überschreiten, eine Zertifizierung nachweisen. Beispielsweise ist ein Unternehmen mit einem von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen bezogenen und selbst verbrauchten Strom an drei Abnahmestellen von jeweils 4 Gigawattstunden verpflichtet, eine Zertifizierung nach § 41 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 Satz 3 EEG für eine Begrenzung nach §§ 40 ff. EEG nachzuweisen. Jedoch gilt für diese Unternehmen zusätzlich eine Verlängerung der BAFA-Methoden-Zertifizierung bis zum letzten Tag der Ausschlussfrist am 30.06.2012 (bzw. bei neu gegründeten Unternehmen bis zum 30.09.2012).
Welche Strommengen für die Berechnung der 10 GWh mit einbezogen werden können, wird im Abschnitt I unter 2.1.2 konkretisiert. Dazu gehören die an sämtlichen Abnahmestellen von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen bezogenen uns selbst verbrauchten Strommengen, auch die eigenerzeugten Strommengen und die Strommengen, die dem Grünstromprivileg unterlegen haben. Nicht jedoch zählen dazu diejenigen Strommengen, die das Unternehmen an andere dritte Unternehmen weiterleitet.
Ebenfalls wird die überarbeitete Version des Merkblattes an der Stelle der Anerkennung der Zertifizierer deutlicher. Zukünftig können nur noch akkreditierte Zertifizierer oder zugelassene Umweltgutachter eine Zertifizierung in ihrem jeweiligen Bereich durchführen. D.h. auch, dass Umweltgutachter, die nach dem UAG tätig werden dürfen, jedoch keine Akkreditierung für die ISO 50001 oder EN 16001 haben, keine Zertifizierungen danach durchführen dürfen.
Quelle: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/besondere_ausgleichsregelung_eeg/merkblaetter/index.html Diesen und weitere spannende Artikel finden Sie in unserem Newsletter Nr.28 Emissionshandel und Energie

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