Zulassung von Bildungsträgern

Entsprechend den §§ 178 und 179 SGB III ist eine Trägerzulassung nach AZAV dann erforderlich, wenn Leistungen in einem der sechs Fachbereiche der AZAV angeboten werden sollen. Die zentrale Forderung der AZAV ist der Nachweis über die wirksame Anwendung eines Systems zur Sicherung der Qualität.

Für den Aufbau eines solchen Qualitätsmanagementsystems können verschiedene Modelle herangezogen werden, die bekanntesten sind ISO 9001, EFQM und LQW II, aber auch andere Branchenstandards wie z.B. BQM werden von vielen Bildungsträgern genutzt.

Ablauf des Zulassungsverfahrens

Das Zulassungsverfahren beginnt mit einer Dokumentenprüfung durch den Auditor. Dieser informiert sich anhand der eingereichten Unterlagen über die Reife des QM-Systems und benennt potenzielle Schwachpunkte. In der Vor-Ort-Prüfung beschäftigt sich der Auditor intensiv mit der Umsetzung der Anforderungen und möglichen Verbesserungspotentialen.

Das Verfahren schließt ab mit dem Erstellen des Prüfberichts und der offiziellen Zulassungsentscheidung durch die Fachkundige Stelle. Die Zulassung als Bildungsträger ist fünf Jahre lang gültig und muss durch jährliche Überprüfungsaudits bestätigt werden.