AI Cybersecurity – Reicht Ihre ISO/IEC 27001 für den AI Act aus?

Seminargebühr:

200 € zzgl. MwSt. / 238,00 € inkl. 19% MwSt.

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Veranstaltungsdauer:

0.4 Tag (AI Cybersecurity)

14:00–17:00 Uhr

Im Preis enthalten:

Unterlagen, Teilnahmebestätigung

Der EU AI Act stellt neue Anforderungen an die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit von KI-Systemen. Insbesondere Art. 15 fordert, dass Hochrisiko-KI-Systeme über ein angemessenes Maß an Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit verfügen und während ihres gesamten Lebenszyklus entsprechend geschützt werden.

Dabei reichen klassische Maßnahmen der Informationssicherheit nicht immer aus: KI-Systeme sind spezifischen Bedrohungen ausgesetzt, die bei herkömmlichen IT-Systemen in dieser Form nicht auftreten. Dazu gehören beispielsweise manipulierte Trainingsdaten (Data Poisoning), gezielte Eingaben zur Beeinflussung von Modellergebnissen (Adversarial Examples) oder Angriffe auf die Vertraulichkeit von Trainingsdaten und Modellen.

Cybersicherheit für KI-Systeme systematisch betrachten

Mit der EN 18282: Künstliche Intelligenz - Cybersicherheitsspezifikationen für KI-Systeme entsteht ein europäischer Standard, der diese spezifischen Sicherheitsanforderungen adressiert und Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen soll.

Viele Organisationen verfügen bereits über ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) nach ISO/IEC 27001 und etablierte Prozesse zur Absicherung ihrer IT-Infrastruktur. Doch inwieweit lassen sich diese auf KI-Systeme übertragen? Welche Anforderungen werden bereits abgedeckt und wo entstehen zusätzliche Sicherheitsanforderungen?

In diesem Webinar lernen Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen klassischer Informationssicherheit und KI-spezifischer Cybersicherheit kennen. Sie erfahren, wie sich bestehende ISMS-Strukturen mit den Anforderungen des AI Act und der neuen EN 18282 abgleichen lassen.

Inhalte

  • Cybersecurity-Anforderungen des AI Act (gemäß Art. 15) zur Resilienz von KI-Systemen
  • Anforderungen an konventionelle Cybersecurity
  • Anforderungen an AI-spezifische Cybersecurity, die durch AI-spezifische Bedrohungen entstehen können, wie
    • Datenmanipulation im Training (Data Poisoning)
    • Modellmanipulation im Training (Model Poisoning)
    • Dateneingabemanipulation im Betrieb (Adversarial examples/Model Evasion)
    • Angriffe auf Vertraulichkeit (Confidentiality)
    • Modellfehler (Model Flaw)
  • Schnittstellen zwischen ISO/IEC 27001 und dem neuen Cybersecurity-Standard für KI-Systeme (EN 18282)
  • Welche Anforderungen werden bereits erfüllt?
  • Wo entstehen zusätzliche Anforderungen

Lernziel

Die Teilnehmenden erhalten:

  • einen Überblick über die Cybersecurity-Anforderungen des AI Act
  • eine Einordnung der neuen europäischen Norm EN 18282
  • ein Verständnis für KI-spezifische Bedrohungen und Angriffsvektoren
  • einen Überblick über die Schnittstellen zwischen ISO/IEC 27001 und KI-Cybersecurity
  • konkrete Ansatzpunkte, um bestehende Informationssicherheitsprozesse gezielt weiterzuentwickeln

Qualifikation

Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung.

Teilnahmevoraussetzungen:

Vorkenntnisse im Bereich Informationssicherheit sind von Vorteil sind hilfreich.

Zielgruppe:

  • Informationssicherheitsbeauftragte und ISMS-Verantwortliche
  • IT-Sicherheitsverantwortliche
  • KI-Beauftragte und AI Officers
  • Qualitätsmanagement- und Compliance-Verantwortliche
  • Auditoren und Berater
  • Hersteller und Betreiber von KI-Systemen

Kooperationen:

Annegrit Seyerlein-Klug

Annegrit Seyerlein-Klug ist u.a. Dozentin für IT-Security und Security Management an der TU Brandenburg.

Bei CEN-CENELC JTC 21 AI hat sie 2023 die Leitung der Arbeitsgruppe für die Erarbeitung des europäisch harmonisierten Standards „Cybersecurity for AI systems“ für den EU AI Act übernommen. Sie ist aktiv bei Bitkom, im Vorstand der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID e.V.) sowie des Kompetenzzentrum für Kritische Infrastruktur (KKI e.V.).

Peter Deussen

Peter Deussen ist ein versierter Normungsexperte mit fünfzehn Jahren Erfahrung, darunter beim ISO/IEC JTC 1, CEN-CENELEC und beim Deutsche Institut für Normung (DIN). Er ist u.a. Vorsitzender des Komitees für Künstliche Intelligenz beim DIN.

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