DIHK protestiert gegen Energieeffizienzpolitik

Die DENEFF bringt es auf den Punkt und reagiert darauf mit einer neuen Kampagne: „Nicht in unserem Namen“.

Mit einer aktuellen Medienkampagne kritisiert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) und warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen (siehe: Bild, Merkur, NZZ, Welt). Unter anderem wird die These vertreten, dass die im EnEfG festgelegten Energieeffizienzziele nur durch einen deutlichen Rückgang von Wirtschaftsleistung und Wohlstand erreichbar seien.

Dieser Darstellung wird jedoch aus Fachkreisen widersprochen. So wird darauf hingewiesen, dass die nationalen Energieeffizienzziele indikativen Charakter haben und Unternehmen nicht zu einer Reduzierung ihres Energieverbrauchs verpflichtet werden, auch wenn die Gesamtziele überschritten werden.

Einige Studien – unter anderem eine Studie der Hochschule Niederrhein – verweisen auf weiterhin erhebliche Effizienzpotenziale in Industrie und auch Gebäuden, die sich ohne Einschränkungen der Produktion erschließen lassen. Laut DENEFF bestätigten dies sogar selbst verschiedene IHKs.

Als wesentliches wirtschaftliches Risiko werden stattdessen die anhaltende Abhängigkeit von Energieimporten und die damit verbundenen Preisentwicklungen gesehen. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz können Unternehmen dabei unterstützen, ihre Energiekosten zu senken und ihre Resilienz gegenüber zukünftigen Energiepreisschwankungen zu erhöhen.

Das EnEfG regt Unternehmen an, ihre Energieproduktivität zu steigern und damit ihre Abhängigkeit zu senken.

Die öffentliche Debatte um das EnEfG dürfte damit weiter an Dynamik gewinnen. Neben der grundsätzlichen Zielsetzung rücken zunehmend auch die tatsächlichen Auswirkungen und die praktische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in den Fokus.

Ein Ausbremsen der Energiewende und das Abschwächen von Klima- und Energieeffizienzzielen ist nach unserer Auffassung keine Option. Wer sich dem anschließt, kann ebenfalls Teil der aktuellen DENEFF Kampagne „Nicht in unserem Namen“ werden.

Fragen zur Kampagne beantwortet Ihnen Clemens Buhr (DENEFF).

 

Haben Sie Fragen oder Hinweise zum Thema Energieeffizienz? Wenden Sie sich gerne an Jochen Buser.