EnEfG – kommt jetzt endlich der Beschluss?
Laut Tagesspiegel Background soll am Mittwoch, den 24.06.2026, die Reform des Energieeffizienzgesetz (EnEfG) im Kabinett beschlossen werden.
Nachdem sich die Kabinettsbefassung mehrfach verschoben hat, soll nun endlich das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) am Mittwoch (24.06.2026) ins Kabinett gehen, wie Tagesspiegel Background berichtet.
Zuletzt war das Bundesdigitalministerium (BMDS) eingeschritten und hatte seine Einwände dargelegt. Kern der Debatte auf Ressortebene war der vorgesehene Wert für die sogenannte Power Usage Effectiveness (PUE = Verhältniskennzahl des Gesamtverbrauchs eines Rechenzentrums zum Verbrauch von IT-Geräten, z. B. Servern). Der Kabinettsentwurf hatte als Kennzahl einen Wert von 1,2 vorsehen, BMDS hatte einen höheren Wert gefordert.
Volker Ludwig, Sprecher der Allianz weißt du darauf hin, dass diese Kennzahl unter anderem Standortbedingungen, technische Redundanzen und Auslastungsphasen ignoriere und damit einen wirtschaftlichen und betrieblichen Nachteil gegenüber anderen Wettbewerbern in Europa schafft (eco). Debattiert wurden auch allgemeine Effizienzvorgaben und Energieschwellenwerte, was ebenfalls zu Verzögerungen führte.
Ganz allgemein sieht der Entwurf vor, Vorgaben für Digitalstandorte an europäische Richtlinien anzupassen und den bürokratischen Aufwand für Unternehmen spürbar zu verringern. Auch soll die EnEfG-Novelle die Pflichten für Unternehmen auf die durch die Energieeffizienzrichtline (EED) vorgesehenen Vorgaben reduzieren. Zu den Änderungen in der Novelle berichtete die GUTcert bereits mehrfach. Offen bleibt, ob die Reform bereits in der nächsten Kabinettssitzung beschlossen wird – das Gesetz ist eigentlich bereits überfällig.
Haben Sie Fragen oder Hinweise zum Thema Energieeffizienzgesetz? Wenden Sie sich gerne an Jochen Buser.