Aktueller Umgang mit deutscher Forstbiomasse unter SURE
Das SURE-System mahnt trotz der erneuten Verlängerung der Übergangslösung für deutsche Forstbiomasse zu einem sorgsamen Umgang und Prüfung der Nachhaltigkeitsanforderungen.
Für Forstbiomasse aus Deutschland liegt weiterhin keine Risikobewertung unter den Vorgaben der REDIII vor. Es wurde jedoch eine Übergangslösung geschaffen, die es erlaubt, deutsche Forstbiomasse unter niedrigem Risiko zu prüfen, wie wir bereits 2025 berichteten. Nachdem diese Übergangslösung zunächst bis Mitte 2026 verlängert wurde, gilt sie jetzt sogar zunächst bis zum 31.12.2026, wie man dem Bereich „Risikobewertungen“ in der SURE-Mediathek entnehmen kann.
Die Übergangslösung erlaubt es, die Stichprobenprüfung bei Forstbiomasse liefernden Betrieben anhand des Level-B-Ansatzes der Systemchecklisten zu prüfen, was einen deutlich geringeren Prüfungsaufwand bedeutet. SURE mahnt jedoch an, dass dadurch die Wirtschaftsteilnehmer nicht von der sorgfältigen Einhaltung und Überprüfung der sonstigen Nachhaltigkeitsanforderungen entbunden werden. Zudem sei es wichtig, dass die Low-Risk-Selbsterklärung eindeutig und nachvollziehbar auf die zugrundeliegende Risikobewertung verweist. Sollte dieser Verweis nicht enthalten sein, ist die Selbsterklärung fehlerhaft und im Audit müssen entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden.
Die grundlegenden Systemgrundsätze für Forstbiomasse sind im entsprechenden Dokument des SURE-Systems einsehbar.
Haben Sie Fragen oder Hinweise zum Thema Forstbiomasse unter REDIII? Wenden Sie sich gerne an Frieda Becker oder Theresa Lukassowitz.